Aus dem Donaukurier vom 25.01.2026
Im „Wilden Westen“ hat diesmal der Ball der Dietfurter Kolpingfamilie stattgefunden. Cowboys und Cowgirls, Sheriffs, Ranger und elegante Damen, Kakteen und andere fantasievoll Kostümierte feierten fröhlich den Fasching. "De Gaudimacher" machten nicht nur Gaudi, sondern sorgten mit flotten Rhythmen und bekannten Schlagern für eine stets volle Tanzfläche.
Verschiedene Garden zeigten ihr Können und der Kolping-Showblock war vom Feinsten. Martin Hengl begrüßte, stellte das Programm mit den drei Garden und verschiedenen Einlagen vor und endete mit einem dreifachen Kille-Wau. Er vergaß natürlich nicht die Kaiserei und ehrte sie dreifach mit dem Ruf „Da Kare“, worauf das Volk mit „Di Mucki“ antwortete.
Die Kaisergarde präsentierte anmutig ihren chinesischen Tanz. Elegant bewegten sich die Tänzerinnen bei den Formationen, schwangen gefühlvoll ihre Arme – stets mit einem Lächeln im Gesicht. Nach viel Beifall gab es eine Zugabe. Dann holten "De Gaudimacher" mit kräftiger Musik, lautem Gesang, Blitz und Licht viele Paare auf die Tanzfläche, die Stimmung steigerte sich. Moderator Hengl kündigte „The crazy Circus“ an. Die Jugendgarde brachte riesige Bälle mit, Schläger und andere Gegenstände. Dann legten die Mädels einen stürmischen Tanz auf die Bühne. Ein kurzer Halt, dann kamen die Bälle zum Einsatz. Zwei Mädels ließen eine Tänzerin verschwinden, die aber Gott sei Dank wieder auftauchte. Weiter ging es mit dem rassigen Tanz, den eine elegante Hebefigur abschloss. Stürmischer Applaus brandete auf und verlangte Zugabe. Die Truppe tanzte noch einmal mit großem Eifer, bevor sie sich unter viel Beifall zurückzog.
Die Stimmung steigerte sich weiter, die Tanzfläche füllte sich noch mehr. "De Gaudimacher" verbreiteten gute Laune. Die Arme flogen nach links und rechts, hoch und tief, sogar eine Bedienung tänzelte trotz der drei Teller mit Essen in den Händen. Andere Mitmach-Songs steigerten die Lust auf mehr und stürmisch wurde beim „Skandal um Rosi“ mitgesungen.
Immer mehr Interessierte kamen zwischendurch in die Mitte des „Saloons“, linsten nach oben und warfen längere Blicke auf einen prächtigen geräucherten Schinken. Sie notierten das vermeintliche Gewicht des Schinkens. Bei den zwei „Rangern“ in der „Kanzel“ am Eingang gaben sie ihre Zettel ab und bezahlten die Tipps.
Dann ging es in „Dimitris Taverne“ in Dietfurts staubigem Viertel, in der die Kolpingsfamilie ihre herrlich gestaltete Show präsentierte. Ein „Esel“ zeigte sein Können, hob Arme und Beine, wie „Dimitri“ es verlangte. Ein „Ranger“ durfte am Glücksrad drehen und gewann eine goldene Wundertüte. Und dann kam Manuela Ferstl und sang gekonnt „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“. Nur den wollte sie – keinen Beamten der Eisenbahn oder einen anderen Langweiler. In der nächsten Show zeigten junge Frauen hinreißend flotte Tänze mit allerhand eleganten Schritten und gekonnten Figuren.
Kein Wunder, wenn da raue Cowboys mit Pistolen am Gürtel die Augen aufrissen. Zum letzten Akt erklang das bekannte „Lied vom Tod“. Mit einem bunt bemalten Kanu brachte ein Trupp der Kolpingjugend eine Gefangene in die Taverne, die an einen Stuhl gefesselt wurde. Nur mehr gewonnene Duelle ihrer Truppe würden ihr die Freiheit bringen, hieß es. Schießen mit elektronischen „Pistolen“, sicheres Lassowerfen, schnelles Sackhüpfen, elegantes auf dem (Stecken-)Pferd reiten waren die Disziplinen. Die Freunde der Gefangenen siegten, sie kam frei und die anderen „paddelten“ wieder heim. Kräftiger Schlussbeifall brandete für die gelungenen und kreativen Einlagen auf. Nun setzten "De Gaudimacher" wieder ein und weiter ging es mit Tanz und Fröhlichkeit und es war noch lange nicht Schluss. Zu später Stunde trat die Prinzengarde Breitenbrunn auf und zeigte gekonnt und stolz ihren Tanz und um Mitternacht hatte die Kaisergarde noch einmal einen Auftritt.